Beim Thema „Beckenboden“ denkt man nicht zuerst an Kinder. Doch auch unsere Kleinsten können hier schon ein ganz großes Thema haben. Ob Kinder umgangssprachlich „einfach nicht sauber werden“ und die Hose voll ist, oder aber „nicht auf den Topf“ können und es mit Verstopfungen und Schmerzen zu tun haben, der Leidensdruck ist immens, bei Kindern und Eltern.
Gründe, wieso „es“ nicht klappt, gibt es viele.
So kann z.B. die Kommunikation zwischen Gehirn, Blase und Beckenboden noch nicht ausgereift sein oder Ihrem Kind fällt es schwer, die feinen Signale von Blase bzw. Darm wahrzunehmen, bis es dann schon zu spät ist.
Auch das Thema Stuhlgang hat es in sich. Hatten Kinder einmal mit Verstopfungen zu tun, können sie Angst vor Schmerzen beim Stuhlgang entwickeln. Um diese Schmerzen nicht mehr zu erleben, halten sie dann den Stuhl zurück. Der Stuhl wird immer härter, der Darm dehnt sich, die Entleerung wird immer schwieriger und manchmal entweicht dabei flüssiger Stuhl. Ein Teufelskreis ist in Gang, den es zu durchbrechen gilt.
Unser erster Termin ist ein ausführliches Gespräch mit einem kindgerechten Befund. So weiß ich, ob angeborene Fehlbildungen (wie z.B. M. Hirschsprung, Koakenextrophie oder ARM) oder aber funktionelle Störungen vorliegen um eine solide Basis für eine zielführende Therapie zu haben.
Apropos Therapie:
Beckenboden – Physiotherapie macht ca. ab dem Kindergartenalter Sinn, also mit ca. 5-6 Jahren, wenn Ihr Kind alt genug ist, seinen Körper bewusst wahrzunehmen und so aktiv bei der Therapie mitmachen kann. Die Therapie ist immer spielerisch aufgebaut, mit kindgerechten Übungen und kleinen Hausaufgaben, ganz ohne Druck.
Durch Wahrnehmungsübungen lernt Ihr Kind sich zu spüren, die Sprache seines Körpers zu verstehen und den Beckenboden gezielt anzusteuern. Atem- und Entspannungsübungen helfen das Beckenboden-Schließmuskel-System zu aktivieren und Drucksituationen zu lösen. Über Toilettentraining bringt Ihr Kind Ruhe „in das Thema“, bekommt Routine und baut Ängste ab.
Auch Sie, als Eltern, nehme ich an die Hand. Sie sind immer in die Therapie eingebunden. Wir klären die vielen Fragezeichen und finden Lösungen, damit ihr Alltag (wieder) entspannt verlaufen kann und Sie ihr Kind bestmöglich unterstützen.
Mir ist ganz wichtig, dass sich Ihr Kind bei mir wohlfühlt und Vertrauen haben kann, denn nur gemeinsam können wir den Stier an den Hörnern packen ;O)

